


Grundsätzlich ist die Abwasserentsorgung mit der Entstehung von Gerüchen verbunden, die für die menschliche Nase unangenehm sein können. Daher spielt die Abluftbehandlung beim azv Südholstein eine wichtige Rolle. Ziel ist es, Geruchsemissionen durch geeignete technische Verfahren zu minimieren und die Abluft der einzelnen Anlagen so weit wie möglich von Geruchsstoffen zu befreien. Betroffene Anlagen werden gezielt abgedeckt und die Abluft abgesaugt.

Die Abluft wird in Abluftwäschern und Biofiltern gereinigt. In den Abluftwäschern binden Waschflüssigkeiten die geruchsintensiven Substanzen. Beim Biofilter hingegen entfernen Mirkoorganismen die Geruchsstoffe aus der Luft. Die mikroskopisch kleinen Lebewesen siedeln sich auf dem aus Wurzelholz bestehenden Filtermaterial an und nehmen die Geruchsstoffe aus der vorbei strömenden Abluft auf.
Über einen 20 Meter hohen Schornstein gelangt die gereinigte Luft in die oberen Schichten der Atmosphäre. Dort verdünnt sie sich und wird von den Höhenwinden verteilt. Je nach Standort sowie Menge und Zusammensetzung der Abluft wird das optimale Reinigungsverfahren ausgewählt.
Bereits auf dem langen Weg des Abwassers im Kanalnetz setzen nach mehreren Stunden Faulprozesse ein, die unter anderem mit der Bildung von Schwefelwasserstoff einhergehen. Um hier der Geruchsbildung entgegen zu wirken, setzen wir vielerorts in den Kanälen Eisensalze zur Reduzierung der Schwefelwasserstoffbildung ein.