



Der Primärschlamm aus den Vorklärbecken und der Überschussschlamm aus dem Nachklärbecken werden in den Faulbehältern anaerob-mesophil, also unter Sauerstoff- abschluss und bei mittleren Temperaturen bis 40 Grad, stabilisiert. Die Trockenmasse des Klärschlamms wird so bereits um rund ein Drittel reduziert.
Bei der Schlammstabilisierung entsteht Klärgas, das in dem klärwerkseigenen Blockheizkraftwerk zur Erzeugung elektrischer Energie genutzt wird. Das Klärwerk Hetlingen produziert zurzeit 60% seines elektrischen Energiebedarfs selbst, eine deutliche Steigerung der Eigenerzeugungsrate wird mit der Modernisierung des Blockheizkraftwerkes im Jahr 2011 angestrebt.
Die Abwärme des Blockheizkraftwerkes kommt wiederum in der Schlammtrocknungsanlage zum Einsatz und wird für die Heizung sämtlicher Gebäude des Klärwerkes verwendet.

Der in den Faulbehältern stabilisierte Klärschlamm gelangt anschließend in die Schlammtrocknungsanlage. Dort entwässern Zentrifugen das Wasser-Schlamm-Gemisch weiter und anschließend wird der Klärschlamm getrocknet. Am Schluss bleiben nur noch 10 % der ursprünglichen Menge als Trockenmasse übrig. Dieses Granulat wird abgefahren und in einer Verbrennungsanlage entsorgt.
Eindicker Überschussschlamm | |
|---|---|
Anzahl der Zentrifugen: | 2 Stück |
Durchsatzleistung: | je 70 m³/h |
Anaerobe Schlammstabilisierung | |
|---|---|
Anzahl der Faulbehälter: | 4 Stück |
Volumen der Faulbehälter: | 4 x 7.000 m³ |
Co-Vergärung | |
Blockheizkraftwerk: | 4 Module |
Elektrische Leistung: | 4 x 1000 kVA |
Entwässerung Faulschlamm | |
|---|---|
Anzahl der Zentrifugen: | 2 Stück |
Durchsatzleistung: | je 60 m³/h |
Entwässerter Klärschlamm in 2010: | 19.400 t |
Klärschlammtrocknungsanlage | |
|---|---|
Getrockneter Schlamm in 2010: | 6.790 t |
Anzahl der Trocknungslinien | 2 Straßen |
Durchsatz pro Linie (Schlamm) | 3 t/h |
Wassergehalt des getrockneten Schlammes | 10 % |