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Auszubildende erkunden Alternativen zum Auto
Azubi-Workshop zum Weltumwelttag


(Hetlingen, 5. Juni 2015). 

Einen Monat ohne Auto: Fünf Auszubildende aus dem Kreis Pinneberg wollen demnächst den Selbstversuch wagen.  Zuvor haben sie sich am heutigen Weltumwelttag mit umwelt- und klimaschonenden Transportmitteln beschäftigt. Anlässlich des diesjährigen Mottos „Zusammen ist es Klimaschutz“ haben der azv Südholstein und der ökologische Verkehrsclub VCD die Nachwuchskräfte zu einem halbtägigen Workshop eingeladen. Insgesamt waren zwölf Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Praktikanten und Mitarbeiter des Kreises Pinneberg, des azv Südholstein, der Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung, des Kreisjugendrings Pinneberg und des Naturschutzbundes Elbmarschen mit dabei.

Gemeinsam haben die Teilnehmer zunächst alternative Lösungen erkundet, um von A nach B zu kommen. Für kurze Strecken reicht ein Fahrrad, so ihr Fazit, aber gerade im ländlichen Raum müssen auch mal längere Strecken zurückgelegt werden. Die Jugendlichen, alle älter als 18 Jahre, haben über Vor- und Nachteile öffentlicher Verkehrsmittel diskutiert, über Fahrgemeinschaften und darüber, ob Elektrofahrräder eigentlich nur was für Rentner sind. Offenbar nicht: Im Anschluss an den Workshop haben sich gleich mehrere Teilnehmer bereit erklärt, das eigene Auto probeweise einen Monat stehen zu lassen. „Viele von uns kommen mit dem Auto zur Arbeit, ohne darüber nachzudenken. Aber es geht natürlich auch anders. Ein E-Bike ist weniger anstrengend als ein normales Fahrrad, pustet keinen Dreck in die Luft und ein bisschen Sport macht man dabei auch“, sagt Silvine Behlau, Auszubildende zur Fachkraft für Lagerlogistik beim azv. Bevor es losgeht, müssen die Auszubildenden aber noch ihre Arbeitgeber überzeugen, ihnen für die Zeit des Selbstversuchs E-Bikes zur Verfügung zu stellen. „Vielleicht können wir dafür sogar Fördermittel bekommen“, hofft Nikita Sovkov, Auszubildender zum Verwaltungsfachangestellten beim Kreis Pinneberg.

Auch die Frage, wie sich ein klimaschonendes betriebliches Mobilitätskonzept umsetzen lässt, beschäftigt den azv. „Das Klärwerk Hetlingen ist nicht gerade zentral gelegen und mit dem Bus nur schwer zu erreichen. Das ist gerade für Auszubildende, die noch nicht volljährig sind, ein Problem“, so Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv Südholstein. Aber auch die Großen nehmen vorrangig das Auto: Eine Befragung aus dem Jahr 2012 hat ergeben, dass die Mitarbeiter für  ihren Arbeitsweg jährlich insgesamt über zwei Millionen Kilometer mit dem Pkw zurücklegen. Das entspricht drei Hin- und Rückreisen zum Mond. Es gibt also gute Gründe, über klimaschonende Mobilität nachzudenken.

„Ein Fünftel des in Deutschland ausgestoßenen CO2 wird vom Verkehr verursacht. Darum ist gerade die Mobilität eines der Kernthemen für den Klimaschutz“, so Anika Meenken vom VCD, die den Workshop moderiert hat. Der Workshop ist Teil des Jugendprojekts „2050“: Mit dem Projekt wendet sich der Verein gezielt an junge Menschen in der Ausbildung. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums wurden Bildungs- und Aktionsangebote entwickelt: Mit diesen unterstützt der VCD Berufs- und Hochschulen sowie außerschulische Lernorte, das Thema nachhaltige Mobilität in den Betriebsalltag zu integrieren. Als Umwelt- und Verbraucherverband setzt sich der VCD für eine zukunftsfähige und sozial verträgliche Mobilität ein.


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  • Haben heute über die Vorteile des E-Rads diskutiert: Auszubildende des Kreises Pinneberg und Anika Meenken vom VCD (rechts).

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  • Fünf von ihnen wollen einen Monat lang auf das Auto verzichten: Die Teilnehmer mit Workshop-Leiterin Anika Meenken vom VCD (links), Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv Südholstein (2. von links) und Christine Mesek, Vorstand des azv Südholstein (4. von rechts).

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