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AZV Pinneberg investiert 2014 circa 11,5 Millionen Euro
Zentrale Schmutzwassergebühr bleibt konstant


(Hetlingen, 8. Januar 2014). 

Im Mittelpunkt der gestrigen Verbandsversammlung standen die Planungen für 2014. Circa 11,5 Millionen Euro will der AZV Pinneberg dieses Jahr investieren. Die gute Nachricht für alle Gemeinden: Die zentrale Abwassergebühr, die für die Nutzung des Sammlernetzes und für die Reinigung im Klärwerk zu entrichten ist, bleibt auch 2014 mit 1,17 Euro pro Kubikmeter eingeleitetem Schmutzwasser konstant.

Knapp 6,5 Millionen Euro investiert der AZV Pinneberg in Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen im regionalen Sammlernetz. Rund 3,6 Millionen Euro fließen in Baumaßnahmen und vorbereitende Planungen auf dem Klärwerksgelände. In die Ergänzung und Erneuerung der Gerätschaften im Magazin sowie in den einzelnen Werk- und Betriebsstätten und in der Verwaltung, für Neubeschaffungen von Software-Lizenzen sowie für die Informations- und Kommunikationstechnik investiert der AZV circa 1,4 Millionen Euro.

Sanierung Nebensammler Nord 2014 abgeschlossen

Der größte Investitionsposten ist auch 2014 die Sanierung des Nebensammlers Nord. Auf rund 745 Metern Länge wird im Frühjahr zunächst für circa 2,1 Millionen Euro ein Kanalabschnitt im Uetersener Stadtgebiet saniert. Im Herbst soll ein weiterer, 1320 Meter langer Bauabschnitt zwischen Uetersen und Moorrege folgen. Hierfür sind nochmal 3,4 Millionen Euro eingeplant. Läuft alles nach Plan, ist die Sanierung eines insgesamt 7,5 Kilometer langen Teilstücks des Sammlerkanals damit im Herbst 2014 wie vorgesehen abgeschlossen. Seit 2009 wurde abschnittsweise an dem Großprojekt gearbeitet. Insgesamt hat der AZV rund 14 Millionen Euro in die Baumaßnahme investiert. Die Sanierung war notwendig geworden, da der Sammlerkanal, durch den pro Sekunde bis zu 850 Liter Wasser fließen, zum Teil erhebliche Korrosionsschäden aufwies.

Großprojekte am Standort Hetlingen

Zwei Großprojekte stehen in den kommenden Jahren direkt auf dem Hetlinger Werksgelände an. Zum einen sollen die Anlagen der mechanischen Reinigungsstufen, die zum Teil noch aus den 70er Jahren stammen, modernisiert werden. Bei der Erneuerung spielen auch Überlegungen zu Energieeinsparungen und hinsichtlich einer verbesserten Energieeffizienz eine wichtige Rolle. Der AZV verspricht sich durch die Modernisierungsmaßnahmen eine deutliche Senkung der Betriebskosten der entsprechenden Anlagen sowie eine Verbesserung der CO2-Bilanz. Die Modernisierung von Rechen, Sandfang und Vorklärung soll insgesamt rund 17 Millionen Euro kosten und bis 2018 abgeschlossen sein. In diesem Jahr stehen die Ausführungsplanung und die Vergabe der ersten Arbeiten an. Baubeginn ist Anfang 2015.

Auch für die Klärschlammtrocknung muss ein neues Konzept her. Die alte, nicht mehr wirtschaftliche Anlage steht seit Jahresanfang 2013 aufgrund eines Maschinenschadens still. Da der Schlamm seither nicht mehr vorgetrocknet wird und unnötig viel Wasser enthält, steigt das Volumen des abzutransportierenden Schlamms. Das ist mit höheren Kosten und einem erhöhten Lkw-Verkehr in Hetlingen verbunden. Verschiedene Varianten für die technische Umsetzung einer neuen Trocknungsanlage wurden 2013 bereits geprüft, in 2014 soll nun die genaue Konzeption folgen.

Helgoland neues Mitglied im AZV

Roland Krügel, Vorsitzender der Verbandsversammlung, hatte allen Grund zur Freude: Zum Jahreswechsel bekommt der AZV Pinneberg Zuwachs. Helgoland wird ab Januar die 41. Mitgliedsgemeinde des Abwasser-Zweckverbandes. „Es steht also fest: Der AZV geht auf die Insel“, so Krügel, Vorsitzender der Verbandsversammlung, nachdem diese dem Antrag der Helgoländer zugestimmt hatte. Die Abwasserentsorgung auf der zum Kreis Pinneberg gehörenden Hochseeinsel sei vor allem aufgrund der saisonal stark schwankenden Abwassermenge mit besonderen Herausforderungen verbunden, so Krügel: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und spannende technische Fragen, die es auf Helgoland künftig zu lösen gilt.“