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AZV präsentiert hervorragendes Jahresergebnis 2012
1,7 Mio. Euro für die Gebührenausgleichsrückstellung erwirtschaftet


(Hetlingen, 17. Juni 2013). 

Der Jahresabschluss 2012 steht im Mittelpunkt der heutigen Verbands-versammlung des Abwasser-Zweckverbandes (AZV) Pinneberg im Klärwerk Hetlingen. Roland Krügel, Vorsitzender der Verbandsversammlung, hat eine gute Nachricht für die Vertreter der 40 Mitgliedsgemeinden: 2012 hat der AZV nicht nur die Eigenkapitalverzinsung erwirtschaftet, sondern konnte obendrein noch 1,7 Millionen Euro der Gebührenausgleichsrückstellung zuführen. „Die zentrale Schmutzwassergebühr, die jede Gemeinde für die Einleitung ins Klärwerk Hetlingen entrichten muss, bleibt also alle Voraussicht nach weiterhin stabil bei 1,17 Euro pro Kubikmeter eingeleitetem Schmutzwasser“, so Roland Krügel, Vorsitzender der Verbandsversammlung. Zuletzt hatte der AZV die Gebühr nach zwölf Jahren Gebührenstabilität zum Jahresbeginn 2010 um sieben Prozent beziehungsweise acht Cent anheben müssen.

Auch mit dem Reinigungsergebnis des Klärwerks Hetlingen können die Abwasserfachleute erneut überzeugen: Mit rund 31 Millionen Kubikmetern ist die Wassermenge 2012 im Vergleich zum Vor-jahr zwar leicht gesunken, liegt aber im Bereich der normalen Jahresschwankungen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für die Einleitung von Nährstoffen in die Elbe wurden wie in den Vorjahren zum Teil deutlich unterschritten.

Die Umsatzerlöse des zum AZV gehörenden Kommunalunternehmens azv Südholstein lagen 2012 mit ca. 39 Millionen Euro sogar über dem Vorjahresniveau. Dies gilt auch für die Investitionen mit insgesamt rund 20 Millionen Euro. Die vom Kommunalunternehmen im Auftrag des AZV Pinneberg verwalteten und betriebenen Ortsnetze stehen ebenfalls gut da. Lediglich in Bokholt-Hanredder sind größere Verluste zu verzeichnen. Bokholt-Hanredder hatte sein Ortsnetz erst zu Jahresbeginn 2012 an den azv übertragen. Kostenfaktor waren hier vor allem einige größere Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen an diversen Pumpwerken. Anfangsverluste bei Übernahme eines neuen Ortsnetzes seien jedoch nicht ungewöhnlich, so Janssen. Die Anzahl der Störfälle in Bokholt-Hanredder konnte seit Übernahme der Verantwortung durch den azv auch schon deutlich gesenkt werden. Grundsätzlich habe man bei allen Ortsnetzen das Ziel, die örtliche Schmutzwassergebühr für den Bürger möglichst konstant beziehungsweise eventuell notwendige Gebührenerhöhungen so gering wie möglich zu halten. „Wie sich die Gebühren im Einzelnen für jedes Ortsnetz entwickeln, lässt sich aber erst nach Aufstellung des Wirtschaftsplans für 2014 sagen. Entscheidend ist dabei die Frage, in welchem Umfang Kanalsanierungen notwendig sind“, so Peter Janssen, stellvertretender Vorstand des azv.

In das Sammlernetz investierte das Kommunalunternehmen 2012 rund fünf Millionen Euro. Der größte Teilbetrag mit circa zwei Millionen Euro wurde für die Sanierung des Nebensammlers Nord benötigt. Der 1975 in Betrieb genommene Kanal soll bis 2014 auf einer Strecke von circa 7,5 Kilo-metern saniert werden. 2012 wurde der vierte von insgesamt sechs Bauabschnitten fertig gestellt.

Rund sechs Millionen Euro flossen 2012 in Baumaßnahmen auf dem Klärwerksgelände in Hetlingen. Hier ist vor allem die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes mit Investitionskosten von knapp zwei Millionen Euro zu nennen. Das Verwaltungsgebäude des azv Südholstein erhielt einen zweigeschossigen Anbau. Auf insgesamt circa  900 Quadratmetern entstanden Büro- und Sitzungsräume sowie ein neuer Eingangsbereich. Die ersten Mitarbeiter konnten Ihre neuen Büros zum Jahreswechsel 2012/13 beziehen. Mittlerweile seien fast alle zwischenzeitlich provisorisch aufgestellten Containerbüros verschwunden, so Janssen. Notwendig geworden war die Raumerweiterung, da der azv in den letzten Jahren neue Aufgaben vor allem im Bereich der Ortsentwässerung übernommen hat. Damit wuchs auch der Personalbedarf: Heute sind 265 Menschen beim azv beschäftigt. „Der Zuwachs an Fachkräften kommt direkt unseren Mitgliedsgemeinden zugute“, so Janssen.

Gut fünf Millionen Euro investierte der azv Südholstein 2012 in den Aufbau eines regionalen Glasfasernetzes. Mit der Inbetriebnahme der Glasfasernetze in Holm und Lentföhrden konnten die ersten Gemeinden 2012 erfolgreich ans Netz gebracht werden. Hatte die Verzögerung der Inbetriebnahme des Pilotprojektes in Holm 2011 erstmals in der Geschichte der Gewinn- und Verlustrechnung des azv für ein Minus gesorgt, konnten diese Anlaufverluste 2012 abgebaut werden. Voraussichtlich nach den Sommerferien wird der neue Breitband-Zweckverband gegründet. Inzwischen wird auch in Hasloh und in Teilen der Gemeinde Heist wieder weiter gebaut. „Mittler-weile haben wir über 3000 zufriedene Breitband-Kunden. Uns ist wichtig, dass der ländliche Raum auch weiterhin am Ausbau dieser modernen Technologie partizipieren kann“, so Janssen, der auch Geschäftsführer der bislang mit den Breitbandaktivitäten befassten azv Südholstein Breitband GmbH ist.

Die Kurzfassung des Geschäftsberichts 2012 als PDF finden Sie hier.