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Deutsche UNESCO-Kommission zeichnet Klimaretter aus
Modellprojekt aus Südholstein ist offizielles Projekt der UN-Dekade


(Hetlingen/Hamburg, 9. August 2013). 

Das Modellprojekt „KITA21 – Die Klimaretter“ ist heute von der Deutschen UNESCO-Kommission als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ ausgezeichnet worden. Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des mit der Umsetzung der UN-Dekade betreuten Nationalkomitees, überreichte auf der regionalen Auszeichnungsveranstaltung in Hamburg die Urkunde. Helmuth Kruse, Vorsitzender der AG Klimaschutz des Kreises Pinneberg, und Barbara Ostmeier, Mitglied im Verwaltungsrat des azv Südholstein, nahmen die Auszeichnung für die Projektpartner entgegen. Beide sind auch Mitglied im Projektbeirat der Klimaretter. „KITA21 – Die Klimaretter“ wurde im vergangenen Jahr vom azv Südholstein ins Leben gerufen und wird gemeinsam mit dem Kreis Pinneberg und in Kooperation mit der S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung umgesetzt.

Prof. de Haan erläuterte die Entscheidung der UN-Dekade-Jury: „Das Modellprojekt „KITA21 – Die Klimaretter“ sensibilisiert und mobilisiert die nachwachsenden Generationen für den Klimaschutz und geht dabei ganz neue Wege. Es ist bundesweit einmalig, dass sich ein Unternehmen, ein Landkreis und eine Umweltstiftung zusammentun, um nachhaltiges Denken und Handeln bei Kita-Kindern und Bildungsakteuren zu fördern. Das hat die Jury überzeugt!“

Der azv wurde bereits mehrfach von der UNESCO für sein umweltpädagogisches Konzept ausgezeichnet. Erstmals wird nun aber einem einzelnen, gemeinsam mit Kooperationspartnern auf den Weg gebrachten Bildungsprojekt diese Ehre zuteil. Ostmeier erklärt, warum der azv neben dem Oberthema Wasser auch die Themen Energie und Klimaschutz in seiner umweltpädagogischen Arbeit aufgreift: „Abwasserreinigung ist per se energieintensiv. Der azv hat sich zum Ziel gesetzt, die wichtigsten Prozesse der Abwasserreinigung bis 2050 CO2-neutral zu gestalten. Das wollten wir auch in der Umweltbildung aufgreifen“, so Ostmeier, die auch Bürgermeisterin der Standortgemeinde des azv Südholstein ist. „Als Mutter von vier Kindern finde ich es wichtig, schon die Kleins-ten für den Umwelt- und Ressourcenschutz zu sensibilisieren. Schließlich wird die junge Generation von heute noch weitaus stärker mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert sein als wir“, so Ostmeier. 

Mit einem eigens entwickelten Klimaschutzkonzept will auch der Landkreis Pinneberg das Be-wusstsein für Ursachen und Folgen des Klimawandels stärken. „Die Auszeichnung bestätigt unseren Ansatz, Klimaschutz als Querschnittsaufgabe in der Region zu etablieren. Als die Anfrage vom azv kam, war für uns sofort klar: Da machen wir mit!“, so Kruse, der auch Vorsitzender des Umweltausschuss des Kreises Pinneberg ist. Ralf Thielebein, Geschäftsführer der SOF- Umweltstiftung,  hofft auf Nachahmer: „Wir würden uns freuen, wenn die Auszeichnung auch andernorts dazu anregen würde, regionale Netzwerke  zur Förderung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu etablieren“.

Das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt „KITA21 – Die Klimaretter“ fördert Bildungsprojekte zu den Themen Energie und Klimaschutz in Kitas im Einzugsgebiet des azv. Vor zwei Tagen wurden in Pinneberg die ersten sieben Klimaretter-Kitas als „KITA21“ ausgezeichnet. Neben kostenfreien Fortbildungen ist die aktive Unterstützung von Partnerschaften zwischen Kitas und regionalen Bildungsakteuren ein wichtiger Baustein des Projekts. Dieser Aspekt  soll künftig noch stärker hervorgehoben  werden. „Die vielen positiven Rückmeldungen der Kitas haben uns in der nun abgeschlossenen Pilotphase sehr bestärkt. Die Kitas haben tolle Projekte erarbeitet. Jetzt möchten wir verstärkt daran arbeiten, die Zusammenarbeit zwischen den Kitas und  den in das Projekt eingebundenen regionalen Bildungsakteuren noch zu intensivieren“, so Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv Südholstein.

„KITA21 – Die Klimaretter“ wird durch die AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest gefördert. Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, ist Schirmherr des Modellprojektes.

Die Deutsche UNESCO-Kommission prämiert seit 2005 beispielhafte Initiativen, die das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Praxis umsetzen. Das Umweltbildungskonzept des azv Südholstein wurde 2009 und 2012 ausgezeichnet. Für den Zeitraum 2013/2014 werden in Schleswig-Holstein neben „KITA21 – Die Klimaretter“ noch zwei weitere Projekte von der UNESCO-Kommission ausgezeichnet.

Weitere Information auf: 

www.kita21-dieklimaretter.sh , www.bne-portal.de


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  • UNESCO-Auszeichnung Klimaretter (v.l.n.r.): Dr. Valerie Wilms, Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Pinneberg, Ralf Thielebein, Geschäftsführer der S.O.F. Save Our Future – Umweltstitung, Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv Südholstein, Anja Vratny, Leitstelle Klimaschutz des Kreis Pinneberg, Anna Tiegel, Projektkoordinatorin der S.O.F. Save Our Future- Umweltstiftung, Barbara Ostmeier, Mitglied des Verwaltungsrates des azv Südholstein und Mitglied im Projektbeirat der Klimaretter, Helmuth Kruse, Vorsitzender der AG Klimaschutz des Kreises Pinneberg und Mitglied im Projektbeirat der Klimaretter, Jürgen Manske, Vorsitzender der AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest, Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des mit der Umsetzung der UN-Dekade betreuten Nationalkomitees
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