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Klärwerk Hetlingen setzt auf LED
Neue Außenbeleuchtung für das Werksgelände


(Hetlingen, 3. Juni 2013). 

Am 5. Juni ist Tag der Umwelt. Das diesjährige Motto „Energie-wende mitgestalten - Energie clever nutzen!“ hat sich der azv zu Eigen gemacht: Bis zum Herbst 2013 wird die gesamte Beleuchtung auf dem Hetlinger Werksgelände auf energieeffiziente Licht emittierende Dioden, kurz LED, umgestellt. Die Maßnahme ist Teil des Energie- und Klimaschutzkonzeptes des Kommunalunternehmens.

Im Klärwerk wird rund um die Uhr gearbeitet. Klar, dass Anlagen und Straßen auch abends und nachts beleuchtet sein müssen. Bisher sind auf dem Werksgelände 72 Natrium-Dampflampen im Einsatz. „Im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen verbrauchen die Natrium-Dampflampen bereits deutlich weniger Strom. Aber mit den LED können wir den Stromverbrauch nochmal um fast 70 Prozent senken“, sagt Norbert Masch, Projektleiter beim azv.

Die Kosten für Anschaffung und Montage der LED belaufen sich auf circa 40.000 Euro. Ein Viertel der Summe übernimmt das Bundesumweltministerium im Rahmen eines Förder-programms für Klimaschutzprojekte. Denn der Einsatz der LED spart nicht nur Strom, sondern verbessert auch die CO2-Bilanz des Klärwerks: Vor allem die Stromproduktion auf Basis konventioneller Rohstoffe ist für den hohen CO2-Ausstoß in den Industrieländern verantwortlich. Somit ist jede Maßnahme zur Steigerung der Energieeffizienz auch ein Beitrag zum Klimaschutz. „Eine LED hat eine Lebensdauer von etwa 50.000 Stunden. Über diesen Gesamtzeitraum gerechnet, vermeiden wir pro Lampe rund drei Tonnen CO2, also insgesamt 216 Tonnen. Das kann sich schon sehen lassen“, so Masch.

Bis 2050 will der azv die Kernprozesse im Klärwerk CO2-neutral gestalten. Um das zu erreichen, hat das Kommunalunternehmen  im vergangenen Jahr einen umfassenden „Energie-Check“ vornehmen lassen. Neben dem Ist-Zustand wurde darin auch erfasst, an welchen Stellen sich auf dem Klärwerk Energie einsparen oder effizienter nutzen lässt. „Das Beispiel zeigt, dass wir das Rad nicht neu erfinden müssen, um etwas für den Klimaschutz zu tun. Es gibt viele kleine Stellschrauben, die richtig justiert viel zur Verbesserung der CO2-Bilanz des Klärwerks beitragen können“, so Lutz Altenwerth, Vorstand des azv.

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages