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Stadtentwässerung investiert im Jahr 2016 fast drei Millionen Euro
Verbrauchsgebühr für die Schmutzwasserentsorgung sinkt


(Hetlingen, 2. Dezember 2015). 

Rund 2,8 Millionen Euro investiert die Stadtentwässerung Glückstadt (SEG) im kommenden Jahr in die Sanierung der Schmutz- und Regenwasserkanäle. Während die Grundgebühr für die Schmutzwasserentsorgung im Jahr 2016  unverändert 135 Euro pro Wohneinheit beträgt, sinkt die Verbrauchsgebühr zum Jahreswechsel um 17 Cent auf 2,53 Euro pro Kubikmeter verbrauchten Frischwassers. Die Niederschlagswassergebühr steigt zum 1. Januar 2016 von 64 Cent auf 67 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Hierüber entscheidet die Verbandsversammlung der SEG auf ihrer heutigen Sitzung.  „Die SEG ist solide finanziert, so dass wir für die nächsten Jahre gut planen können“, so Verbandsvorsteherin Christine Mesek.

Entwicklung der Niederschlagswassergebühr
Die Kosten für die Regenwasserentsorgung in Glückstadt sind zurzeit vergleichsweise hoch. „In den letzten Jahren sind im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Regenwasserbehandlungs-anlage in der Stadtstraße und einigen aufwändigen Kanalsanierungen größere Investitionen getätigt worden, deren Kapitalkosten nun gebührenwirksam werden“, erklärt Mesek. Im Vorfeld der Neuberechnung der Niederschlagswassergebühr hatte die Stadt Glückstadt zudem die Angaben zur Größe der öffentlichen, versiegelten Flächen überprüft und um circa zehn Prozent nach unten korrigiert. „Da die Gesamtkosten für die Entwässerung nun auf eine insgesamt kleinere Fläche umgelegt werden, steigt die Gebühr pro Quadratmeter versiegelter Fläche“, so Mesek.

Sanierungskonzept wird bis 2021 umgesetzt
Die Stadtentwässerung verfolgt weiterhin das Ziel, bis 2021 das Glückstädter Schmutz- und Regenwasserkanalnetz den gesetzlichen Vorgaben entsprechend zu sanieren. Auch 2016 gibt es etliche größere Baumaßnahmen. Einen Großteil der circa 2,8 Millionen Euro investiert die SEG dabei in die Fortführung der Kanalsanierung in der Nordmarksiedlung und in ein neues, mehrjähriges Bauprojekt am Kommandantengraben. Im direkten Innenstadtbereich wird es im kommenden Jahr voraussichtlich keine größeren Kanalbaustellen geben. Während die letzten Jahre durchgehend an der Erneuerung der Druckrohrleitung beispielsweise am Neuendeich gebaut wurde, stehen in diesem Jahr bei der SEG ausschließlich Planungsleistungen für den fünften und damit letzten Bauabschnitt des Großprojekts an. In den Jahren 2017/18 sollen dann die letzten 700 Meter der neuen Leitung gebaut werden. Spätestens Anfang 2019 ist die gesamte Druckrohrleitung fertiggestellt.

Kanalsanierung in der Nordmarksiedlung
Eines der größten Bauprojekte der Stadtentwässerung ist nach wie vor die Erneuerung und Sanierung der Leitungen in der Nordmarksiedlung: Im Jahr 2016 steht der vierte von insgesamt sechs Bauabschnitten an. Auf rund 830 Metern Länge werden im Bereich Pappelweg, Elsterweg und Amselweg die Schmutz- und Regenwasserkanäle erneuert. In diese Baumaßnahme investiert die Stadtentwässerung im kommenden Jahr fast 1,3 Millionen Euro.

Bauarbeiten am Kommandantengraben
Auch am Kommandantengraben werden in den nächsten drei Jahren die Kanäle erneuert. „Die alten Leitungen sind in einem sehr schlechten Zustand und zum Teil unterdimensioniert. Da kann es schnell zu Rohrbrüchen mit fatalen Folgen kommen“, so Mesek. Los geht es 2016 mit dem ersten Bauabschnitt. Auf einer Länge von rund 185 Metern werden für circa  900.000 Euro die Schmutz- und Regenwasserkanäle erneuert, betroffen sind auch die Stichstraßen Am Kommandantengraben und im Holtenborn. Am Kommandantengraben kann wie bei den
bisherigen Bauabschnitten der Nordmarksiedlung nur in offener Bauweise gearbeitet werden. Die Stadt und die Stadtwerke Glückstadt nutzen bei dem gemeinsamen Bauprojekt die Gelegenheit,  auch ihre Leitungen sowie die Fahrbahn zu erneuern.

Klärwerk bekommt neues Leitsystem
Im Klärwerk Glückstadt investiert die SEG im nächsten Jahr rund 140.000 Euro in neue Technik: vor allem geht es dabei um den Austausch des Prozessleitsystems. Hierüber lässt sich die gesamte Abwasserreinigung im Klärwerk steuern und überwachen. Das im Dauerbetrieb laufende System mit der dazugehörenden Hard- und Software  ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen und wird im kommenden Jahr neu aufgesetzt. Zudem werden die Belüfterfelder in den Reinigungsbecken komplett erneuert. Die Belüfterelemente sorgen dafür, dass ausreichend Sauerstoff zu den Mikroorganismen gelangt, die sich von dem organischen Material im Abwasser ernähren und damit wesentlich dazu beitragen, das Wasser zu reinigen.