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Zum Weltwassertag ins Klärwerk Hetlingen
Grundschule Haseldorfer Marsch besucht den azv Südholstein


(Hetlingen, 21. März 2013). 

Anlässlich des morgigen Weltwassertages besucht die dritte Klasse der Grundschule Haseldorfer Marsch heute den azv Südholstein. Beim Besuch im Klärwerk Hetlingen erfahren die 28 Schüler, welche Rolle die Abwasserreinigung für den Wasserkreislauf spielt und was es bedeutet, wenn Wasser nicht wie bei uns jederzeit verfügbar ist.

„Wasser und Zusammenarbeit“: So das diesjährige Motto des von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen Weltwassertages. „In Deutschland sind nahezu alle Haushalte an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen. Und Schleswig-Holstein verfügt über ausreichende Wasservorräte und qualitativ sehr gutes Trinkwasser“, erklärt Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv. In vielen Teilen der Welt sieht das ganz anders aus, wie der aktuelle Weltwasserbericht der Vereinten Nationen belegt: Rund 884 Millionen Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Beim Abwasser sieht es noch schlechter aus: 80 Prozent des städtischen Abwassers weltweit fließt unbehandelt in Flüsse oder sonstige Gewässer, in Entwicklungsländern sind es sogar bis zu 90 Prozent. 2,6 Milliarden Menschen verfügen nicht einmal über einfachste sanitäre Anlagen. Hinzu kommt: Die Weltbevölkerung wächst. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden im Jahr 2025 zwei Drittel aller Menschen von Wasserknappheit betroffen sein. Grund genug für die UN, gleich das gesamte Jahr 2013 zum Internationalen Jahr der Zusammenarbeit im Bereich Wasser auszurufen. So soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Wasserressourcen sich nur durch gemeinsame Anstrengungen schützen lassen.

Beim azv können die Kindern lernen, wie das geht: Als das Klärwerk in den 60er Jahren gebaut wurde, zählten die Elbzuflüsse in der Region zu den am stärksten verschmutzten Gewässern der Republik. Heute ist die Wasserqualität von Krückau, Pinnau und Wedeler Au durchgehend gut und in der Elbe kann man wieder baden. Neben einem kurzen Rundgang über das Klärwerksgelände stehen für die Schüler beim azv auch verschiedene Spiele und Experimente auf dem Programm. „Die Kinder lernen beispielsweise, dass es schwierig sein kann, Wasser gerecht zu verteilen und dass es umso wichtiger ist, sich gemeinsam für die nachhaltige Nutzung des Wassers einzusetzen“, sagt Klassenlehrerin Jutta Rietzschel. Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv Südholstein, ergänzt: „Für uns steht beim Thema Wasser meist der Umweltschutz im Vordergrund. Aber Wasser hat auch eine kulturelle Dimension. Das begreifen die Kinder schnell, wenn sie darüber nachdenken, wie ihr Leben aussähe, würde das Wasser nicht wie gewohnt aus dem Hahn kommen.“

Als erstes Unternehmen der Wasserwirtschaft wurde der azv Südholstein 2010 von der Landesregierung Schleswig-Holstein als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit zertifiziert. Auch die deutsche UNESCO-Kommission hat die umweltpädagogische Arbeit des Unternehmens im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014)“ mehrfach ausgezeichnet. Mit seiner umweltpädagogischen Arbeit will der azv das Bewusstsein für die Bedeutung der Abwasserentsorgung als wichtiger Umweltschutzaufgabe stärken. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten und sonstigen Bildungseinrichtungen in der Region. Hinter dem Kommunalunternehmen steht der traditionsreiche Abwasser-Zweckverband Pinneberg, ein Zusammenschluss aus 40 Städten, Ämtern und Gemeinden.