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Zentrale Gebühr bleibt stabil
Resolution gegen Schadstoffe im Abwasser beschlossen


(Hetlingen, 03. Dec 2018).

Auch in 2019 bleibt die zentrale Gebühr für den Abtransport des Abwassers und die Reinigung im Klärwerk mit 1,15 € pro Kubikmeter verbrauchten Frischwassers konstant. Diese war bereits in 2018 von 1,17 € auf 1,15 € abgesenkt worden. Die Einnahmen fließen überwiegend in den Erhalt und den zukunftssicheren Ausbau der Kanalnetze und Anlagen.

Die im Vermögensplan 2019 vorgesehenen Investitionsmaßnahmen betreffen mit rund 16 Mio. € das Klärwerk Hetlingen und die Kläranlagen in Lentföhrden und Helgoland. Auf das gesamte Kanalnetz (inkl. der Ortsnetze) entfallen 17 Mio. €. Insgesamt belaufen sich die geplanten Investitionen auf 35 Mio. €.

Zu den größten Investitionsmaßnahmen gehören der zweite Bauabschnitt der Optimierung der mechanischen Abwasserreinigung in Hetlingen, der Neubau der Kläranlage auf Helgoland und die Optimierung und Erweiterung der Kläranlage in Lentföhrden.

Der Neubau eines weiteren Teilstücks der Druckrohrleitung in Barmstedt ist für Frühjahr 2019 vorgesehen. Des Weiteren wird die Herstellung einer Redundanz für die Entsorgungssicherheit vom Pumpwerk Elmshorn 2 (Fertigstellung Hainholzer Damm (2.BA), Rohreinzug Hamburger Str. (4.BA), Sanierung Pumpwerk (5.BA)) fortgesetzt.

Kooperation Klärschlamm

Durch die neue Klärschlammverordnung und die Änderungen im Düngerecht hat sich die Marktsituation für die Verwertung/Entsorgung von Klärschlamm verschärft. Die Preise steigen in diesem Zuge deutlich an. Der AZV Südholstein hat sich in den vergangenen Jahren intensiv um eine Neuausrichtung und Entsorgungssicherheit inkl. Phosphor-Rückgewinnung für 50.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr aus dem Klärwerk Hetlingen bemüht. Wichtige Ziele sind die Entsorgungssicherheit, der Umweltschutz hinsichtlich Nachhaltigkeit und Vorsorge, die Wirtschaftlichkeit und die Gebührenstabilität sowie Energie- und Ressourceneffizienz. Dazu hat die Verbandsversammlung dem öffentlich-rechtlichen Kooperations-Vertrag zur Klärschlammentsorgung mit den Partnern der Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) und der Hamburger Stadtentwässerung (HSE) zugestimmt. Er umfasst die zentrale Trocknung (KETA) & die Monoverbrennung (VERA) am Standort Hamburg ab 2027. Die Gremien der EBL und der HSE werden ebenfalls im Dezember 2018  bzw. Januar 2019  darüber beschließen.

Resolution zur Vermeidung von Spurenstoffen und Mikroschadstoffen im Abwasser

Der Umgang mit Spurenstoffen und Mikroschadstoffen wie winzigen Plastikteilchen im Abwasser ist zurzeit ein viel diskutiertes Thema in der Wasserwirtschaft. Die Partikel können in den meisten kommunalen Kläranlagen nicht entfernt werden, viele landen in den Gewässern und im Meer. Dort können sie Fischen und anderen Wasserbewohnern schaden. Bislang gibt es für kommunale Kläranlagen keine verpflichtenden Regelungen zur Entfernung von Mikroschadstoffen. Die beste Lösung ist es, wenn erst gar keine Medikamentenreste oder winzige Plastikteilchen aus Abfällen und Kosmetikteilchen ins Abwasser gelangen.

Bereits im August 2018 hat der AZV Südholstein eine Initiative gestartet, um über die umweltschädlichen Zusatzstoffe zu informieren.

Mit einer Resolution richten sich die Mitglieder des Abwasserzweckverbands an die Politik und mit einem Appell an die BürgerInnen. Diese Themen werden im kommenden Jahr Schwerpunkte der Aktivitäten der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung des AZV Südholsteins sein.

Die Resolution wurde von den Mitgliedern der Verbandsversammlung unterzeichnet und soll im Anschluss an die Politik gesendet werden.

Fortsetzung Neustrukturierung AZV

Die seit dem 1. Februar 2018 umgesetzte Neustrukturierung des Abwasser-Zweckverband Südholstein wird fortgesetzt:

Der Abwasserverband Elbmarsch (AVE) wird im Rahmen eines öffentlich rechtlichen Vertrages zwischen dem AZV und den Gemeinden Haselau, Haseldorf, Hetlingen bzw. dem Amt GuMS aufgelöst und die Aufgaben in den AZV Südholstein integriert. Dies führt zu einer weiteren Vereinfachung der Verbandsstrukturen.

Die Wasser- und Energie-Service Südholstein GmbH (WESS), die 2009 gegründet wurde, wird aufgelöst, sodass die Aktivitäten der Sparten Minutenreserve, Wärme aus Abwasser sowie Abrechnung Trinkwasser Ellerhoop eG ebenfalls in den AZV integriert werden können.

Auch dies führt zu einer weiteren Vereinfachung der Verbandsstrukturen und somit zu Synergieeffekten.