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Stadtentwässerung: Abwassergebühren bleiben konstant
Kanalsanierungsprogramm wird auch 2018 fortgesetzt


(Hetlingen, 13. Dezember 2017). 

Die Stadtentwässerung Glückstadt (SEG) investiert im kommenden Jahr rund vier Millionen Euro in Erhalt und Ausbau der Abwassersysteme. Über den Wirtschaftsplan für 2018 hat die Verbandsversammlung gestern im Sitzungssaal des Rathauses entschieden. Die Entsorgungsgebühren für die Bürgerinnen und Bürger in Glückstadt für Schmutzwasser und Niederschlagswasser bleiben konstant: Unverändert kostet die Schmutzwasserentsorgung 2,53 Euro pro Kubikmeter verbrauchten Frischwassers und die Grundgebühr 135 Euro. Die Gebühr für die fachgerechte Entsorgung des Regenwassers bleibt bei 0,67 Euro pro versiegeltem Quadratmeter Fläche.

Fast 3,4 Millionen Euro plant die Stadtentwässerung für das kommende Jahr ein, um das Kanalsanierungsprogramm in Glückstadt fortzuführen. Zu den größten Baumaßnahmen zählt weiterhin die Nordmarksiedlung: Auf rund 640 Metern werden im kommenden Jahr die Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie die Hausanschlüsse im Amselweg, Finkenweg, Möwenweg und im westlichen Teil der Nordmarkstraße saniert. Die Maßnahme, ursprünglich für 2017 eingeplant, musste um ein Jahr verschoben werden, da kein wirtschaftliches Angebot vorlag. Fortgeführt wird auch die Sanierung der Kanäle für Schmutz- und Regenwasser in der Straße Am Kommandantengraben, in dem 2018 bis Anfang 2019 laufenden Projekt sind nun die Stichstraßen an der Reihe. Für beide Maßnahmen arbeitet die Stadtentwässerung mit den Stadtwerken zusammen, da auch Versorgungsleitungen für Wasser, Strom und Gas sowie Leerrohre für die Breitbandanbindung verlegt werden. Auch die Stadt Glückstadt ist ein Partner in diesem Vorhaben. Sie sorgt abschließend für die Erneuerung der Straßen und Wege sowie eine Verschönerung des Straßenbildes.

Weitergehen soll es im kommenden Jahr auch mit dem fünften Bauabschnitt der Sanierung der Druckrohrleitung, in der das Schmutzwasser durch die Stadt zur Kläranlage Glückstadt befördert wird. Im kommenden Jahr wird ein Teilstück vom Pumpwerk Königsberger Straße bis zur Einmündung zur Flensburger Straße in geschlossener Bauweise hergestellt: Bei diesem Vorgehen müssen nur wenige Baugruben ausgehoben werden, von dort werden Rohre unterirdisch horizontal in den Boden getrieben.

Im südlichen Bereich der Jahnstraße wird am Schmutzwasserkanal zwischen Stettiner Straße und Am Neuendeich gearbeitet. Rund 170 Meter der Leitung werden im sogenannten grabenlosen Inliner-Verfahren saniert: Dabei wird ein Kunststoffschlauch durch die Schächte in die vorhandene Leitung eingezogen, dort mit Druckluft stabilisiert und mit Hilfe von UV-Licht ausgehärtet, wodurch innerhalb des alten Rohres ein stabiles neues Rohr entsteht. Weitere 180 Meter der vorhandenen Leitung werden nicht mehr benötigt und verfüllt.

An der B 431 erneuert die SEG im kommenden Jahr in der Stadtstraße und in der Christian-IV-Straße zahlreiche schadhafte Hausanschlüsse an Schmutz- und Regenwasserkanälen, da dort anschließend ohnehin Asphaltierungsarbeiten durch den LBV geplant sind. An der Rhinbrücke steht die Verlegung einer Schmutzwasserdruckrohrleitung an: Die bisherige Leitung verläuft unterhalb einer Brücke, der LBV plant, diese zu erneuern. Alle Ver- und Entsorgungsunternehmen müssen ihre Leitungen provisorisch umverlegen, um die Ver- und Entsorgung der Bürger auch während der Bauzeit zu gewährleisten. Nach dem Neubau werden alle Leitungen wieder zurückgelegt und unter oder an dem neuen Bauwerk angebracht.

Die Kläranlage im Sperforkenweg wird im Lauf des Jahres um einen zusätzlichen Speicherbehälter aus Stahl ergänzt. Für dessen Beschaffung werden rund 360.000 Euro investiert. Insgesamt betragen die Investitionen für die Kläranlage rund 424.000 Euro.

Eine Veränderung gibt es bei der Gebührenkalkulation nachdem sich die Stadtentwässerung Glückstadt im Jahr 2017 vergrößert hat: Zum 1. April sind dem Zweckverband die Gemeinden Blomesche Wildnis, Engelbrechtsche Wildnis, Herzhorn und Kollmar beigetreten. Bislang beteiligten sich die neuen Verbandsmitglieder in Form eines Kostenbeitrages für die Reinigung ihrer Abwassermengen in der Kläranlage. Ab 2018 zahlen sie pro eingeleitetem Kubikmeter Abwasser einen Anteil jeweils für Abwassertransport und -reinigung – wie auch die Gebührenzahler der Stadt Glückstadt. Die Transportleitung, in der das Abwasser aus den Umlandgemeinden zur Kläranlage Glückstadt fließt, wird als eigenständige Sparte in die Gebührensystematik der SEG aufgenommen. Für die Verbandsmitglieder bedeutet das mehr Transparenz und Planungssicherheit für die Zukunft.