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Film ab: „Dem Abwasser auf der Spur“
Schülerfirma stellt zum Welttoilettentag ihr erstes Video vor


(Hetlingen, 12. November 2015). 

Wo geht eigentlich verschmutztes Wasser hin und wie wird es wieder sauber? Dieser Frage sind drei Nachwuchsfilmer vom Ludwig-Meyn-Gymnasium Uetersen mit der Kamera nachgegangen. Das Ergebnis stellen die Neuntklässler heute zwei Tage vor dem Welttoilettentag in ihrer Schule vor. Titel des Videoclips: „Dem Abwasser auf der Spur“.  Zu den Premierengästen gehören Jan Köber, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung der Sparkasse Südholstein und Christine Mesek, Vorstand des azv Südholstein.

Anlass für das Filmprojekt ist das zehnjährige Bestehen des Kooperationsprojekts „Dem Abwasser auf der Spur“ zwischen der Stiftung der Sparkasse Südholstein und dem azv Südholstein. Unter diesem Motto haben Schulklassen und Kitas aus der Region regelmäßig die Möglichkeit, im Klärwerk Hetlingen die Abwasserreinigung zu erkunden. Die Stiftung der Sparkasse übernimmt in vielen  Fällen die Kosten für die Busfahrten zum Klärwerk. Ohne diese finanzielle Hilfe könnten viele Schulen und Kindergärten das umweltpädagogische Angebot nicht wahrnehmen. Allein in diesem Jahr konnten so 45 Schulklassen und Kitas das Klärwerk Hetlingen besuchen. Im Vergleich mit einer Anreise in privaten Autos werden durch die Busfahrten pro Jahr zudem rund 10 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart. „Wir setzen uns für eine nachhaltige Jugendförderung in der Region ein. Die Kooperation mit dem azv Südholstein passt da sehr gut ins Konzept“, so Köber.

Auch der rund dreiminütige Film ist eine Spurensuche: Sie führt die fünfzehnjährigen Filmemacher Max Schröter, Miriam Kohlus und Markus Erett vom heimischen Waschbecken über die Elbe bis zum Klärwerk Hetlingen. Miriam, die Protagonistin des Films, trifft dort auf eine Schülergruppe, mit der sie die Anlagen und einzelnen Reinigungsstufen besichtigt. Gemeinsam bekommen sie das „Produkt“ der Abwasserreinigung zu sehen: Wasser, das wieder so sauber ist, dass es guten Gewissens in die Elbe eingeleitet werden kann. Über die technischen Zusammenhänge hinaus vermittelt der Film, dass jeder dazu beitragen kann, das Wasser und die Umwelt zu schonen: Müll gehört weder in den Abfluss noch in die Toilette, so die klare Botschaft des Videos.

Die Idee zu dem Film entstand im Rahmen des Wahlpflichtkurses Medien, Wirtschaft und Soziales. Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv Südholstein, haben die jungen Filmemacher überzeugt: „Ein Video von Schülern für Schüler! Wir sind beeindruckt, wie kreativ die jungen Leute die Themen filmisch umgesetzt haben und wie professionell sie vorgegangen sind.“ Auch die Filmemacher haben viel mitgenommen: „Das Projekt war eine tolle Erfahrung und ein super Einstieg in die Filmbranche. Durch die Zusammenarbeit mit dem azv konnten wir auch viel über die Umwelt und über Nachhaltigkeit lernen“, sagt Miriam Kohlus. Und die Nachwuchsfilmer wollen weiter machen: Die drei Jugendlichen haben sich zur Schülerfirma „meyn.production“ zusammengeschlossen, die sich momentan in der Gründungsphase befindet. 

Dass der Film in dieser Woche vorgestellt wird, ist kein Zufall: Am 19. November ist Welttoilettentag. Der Aktionstag soll auf das Problem mangelnder sanitärer Versorgung aufmerksam machen: Laut den Vereinten Nationen haben weltweit etwa 2,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu angemessenen sanitären Anlagen. Das hat nicht nur negative Folgen für die Umwelt, sondern geht auch mit großen gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung einher. Im Film der Schülerfirma wird deutlich, wie wichtig eine zuverlässige Abwasserreinigung für Menschen und Umwelt ist. In Deutschland ist die sanitäre Versorgung sehr gut. So bilanziert auch die Protagonistin des Films: „Zum Glück gibt es Klärwerke!“

Film ab: Hier geht's zum Video „Dem Abwasser auf der Spur“, das die Schüler der meyn.production erstellt haben.