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„Klimaretter“ erkunden den Treibhauseffekt
Energiedetektive des azv zu Gast in der DRK Bewegungskita Holm


(Hetlingen, 29. April 2013). 

Plastikschale, Landkarte und Klemmlampe: Mehr braucht man nicht, um den Treibhauseffekt zu erklären. Die Kinder der Bewegungskita Holm haben das Prinzip sofort verstanden. Ihre Kita macht mit beim Modellprojekt „KITA21 – Die Klimaretter“ und hat heute Besuch von den Energiedetektiven, genauer gesagt, von drei Auszubildenden des azv Südholstein. Gemeinsam mit den „Großen“ erforschen die Vier- bis Sechsjährigen den Treibhauseffekt und finden heraus, was sie gegen den Klimawandel tun können. Denn eins haben sich die Kita-Kinder fest vorgenommen: Sie möchten möglichst viel CO2 einsparen.

„Ich freue mich sehr, dass die Energiedetektive vom azv hier sind. Für die Kinder ist das eine spannende Abwechslung: Es ist viel interessanter, sich die Zusammenhänge mit den Jugendlichen zu erarbeiten, statt immer auf die ach so schlauen Erwachsenen angewiesen zu sein“, sagt Ute Stegemann, Leiterin der DRK Bewegungskita Holm. „Wir befassen uns im Rahmen des Modellprojekts vor allem mit dem Thema Mobilität. Um das Klima zu schützen, sammeln die Kinder zum Beispiel ‚Zu-Fuß-Kilometer‘ und erforschen, wie sich verschiedene Fortbewegungsmittel auf das Klima auswirken“, erläutert Stegemann den Hintergrund der heutigen Aktion.

Die Energiedetektive sind ein Ausbildungsprojekt des azv Südholstein: Seit 2009 setzt der Betreiber des Klärwerks Hetlingen darauf, seinen Auszubildenden jahrgangsübergreifend die Zusam-menhänge zwischen Klimawandel, Energie und Abwasserreinigung näher zu bringen. Die drei Energiedetektive haben sich gut auf ihren Einsatz in der Kita vorbereitet. „Es ist ein schönes Gefühl, das eigene Wissen weitergeben zu können. Toll, was für Ideen die Kinder haben, um das Klima zu retten!“, sagt Finn Lundström (18). Die Energiedetektive möchten vor allem zeigen, dass jeder etwas zum Schutz des Klimas beitragen kann. „Wir wollen die Kinder nicht einschüchtern, sondern sie dabei unterstützten, aktiv etwas für den Klimaschutz zu tun“, so Fabian Grönke (17).

Das Mobilitätsprojekt der Kita Holm ist eines von vielen Bildungsprojekten, die derzeit im Rahmen von „KITA21 - Die Klimaretter“ in Kitas umgesetzt werden. Das Modellprojekt wurde Ende letzten Jahres vom Kreis Pinneberg und vom azv Südholstein ins Leben gerufen und gemeinsam mit der S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung umgesetzt. Gefördert wird das Projekt von der AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest, Schirmherr ist der schleswig-holsteinische Umweltminister Dr. Robert Habeck. Neben Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher, Lernmaterial und Unterstützung bei der Projektentwicklung setzt das Modellprojekt vor allem auf die aktive Förderung von Bildungspartnerschaften zwischen Kitas und weiteren Bildungsakteuren aus der Region. „Wir möchten dadurch regionale Netzwerke im Bildungsbereich stärken und das Verständnis für die Notwendigkeit einer Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter ausbauen“, sagt Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv.

Wie Bildungsarbeit zu den Themen Klima und Energie in der Praxis aussehen kann, welche regionalen Partner für Kooperationen zur Verfügung stehen und welche Voraussetzungen für eine Auszeichnung als „KITA21“ erfüllt sein müssen, ist auch Thema der Infoveranstaltung „KITA21 - Die Klimaretter“ am 29. Mai 2013 ab 13.30 Uhr in der Jugendbildungsstätte in Barmstedt. Eingeladen sind alle Kindertageseinrichtungen, die an einer Teilnahme an dem Modellprojekt nach den Sommerferien interessiert sind. Dann startet der zweite Durchgang des auf drei Jahre angelegten Projekts.

Weitere Informationen zum Modellprojekt und zur Infoveranstaltung auf: www.kita21-dieklimaretter.sh