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Wasserwissen für Kita-Kinder
Kita-Gruppe aus Seeth-Ekholt besucht das Klärwerk Hetlingen


(Hetlingen, 14. Mai 2014). 

Lena, Felix und die anderen Kinder wissen ganz genau, was mit dem Wasser passiert, das beim Kochen und Spülen im Abfluss landet: Im Rahmen von „KITA21 – Die Klimaretter“ sind die Fünf- und Sechsjährigen zu Besuch im Klärwerk Hetlingen. Seit Anfang des Jahres macht ihre Kita, die DRK-Kita „Räuberhöhle“ aus Seeth-Ekholt, bei dem Modellprojekt mit. Seither dreht sich in der Kita alles um das Thema Ernährung. Klar, dass dabei auch Wasser eine wichtige Rolle spielt.

Das Modellprojekt „KITA21 – Die Klimaretter“ wurde 2012 vom Kreis Pinneberg und vom azv Südholstein ins Leben gerufen und wird in Kooperation mit der S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung umgesetzt. Im Rahmen des Projektes werden Erzieherinnen und Erzieher dabei unterstützt, die Grundsätze der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in ihre Bildungsarbeit zu integrieren und Themen rund um Energie und Klimaschutz kreativ und spannend im Kitaalltag umzusetzen.

„Ohne Wasser gäbe es nichts zu ernten. Auch für die Zubereitung von Nahrung brauchen wir Wasser. Und Händewaschen vor dem Essen ist Pflicht! Deshalb ist es uns wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass sie sorgsam mit Wasser umgehen müssen“, so Kita-Leiterin Anja Albrecht. Beim azv Südholstein, dem Betreiber des Klärwerks Hetlingen, sind sie genau am richtigen Ort: Hier wird das Wasser aus dem gesamten Kreis Pinneberg gereinigt, also auch das Abwasser aus Seeth-Ekholt. Rund 1000 Liter Wasser pro Sekunde kommen am Zulauf des Klärwerks an. Nach der Reinigung wird das saubere Wasser in die Elbe geleitet.

Für die Kleinen heißt es beim azv: Ausprobieren und Mitmachen. Beim Kanalbauspiel erproben sie sich als Nachwuchs-Kanalbauer. Außerdem bedienen sie eine Mini-Kläranlage. „Die Kinder erfahren so ganz spielerisch, wie das Wasser von der Kita zum Klärwerk kommt und dass es nicht einfach ist, das Wasser wieder sauber zu bekommen“, sagt Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv Südholstein. Das überzeugt auch Beate Raudies, Landtagsabgeordnete aus Elmshorn und stellvertretende Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag. Sie war mit dabei, um sich das Projekt „KITA21 – Die Klimaretter“ einmal aus der Nähe anzusehen. „Die Kinder kennen sich aus, da kann so mancher Erwachsene noch was lernen! Gut finde ich auch, dass bei den Klimarettern Kitas mit unterschiedlichen Akteuren zusammenarbeiten. Die Bildungsinitiative leistet so einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung und zur Zukunftssicherung der Region“, so Raudies. So viel Lob freut die Initiatoren natürlich. „Wir wünschen uns, dass noch mehr Kitas die Chance bekommen, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in ihre Arbeit zu integrieren“, so Hagmaier. Zurzeit suchen die Projektpartner nach Finanzierungsmöglichkeiten über 2015 hinaus. Denn im nächsten Jahr läuft das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt aus.

Neben den Vernetzungsangeboten sind die BNE-Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte ein wichtiger Bestandteil des Modellprojekts. Überzeugt die Bildungsarbeit der Kitas auch die Klimaretter-Jury, erhalten die teilnehmenden Kindertagesstätten außerdem von der S.O.F.-Umweltstiftung am Ende eines Kita-Jahres die begehrte Auszeichnung als „KITA21“. Wer noch mitmachen will, sollte sich beeilen: Im Herbst starten die vorerst letzten Fortbildungen des Modellprojektes. Infos, Termine und Anmeldeformulare gibt es auf www.kita21-dieklimaretter.sh.

Die Kooperation der Kita „Räuberhöhle“ mit dem azv beschränkt sich übrigens nicht nur auf den Ausflug zum Klärwerk: Gemeinsam mit Michael Rosenthal, Bürgermeister von Seeth-Ekholt, hat Ute Hagmaier vor einigen Wochen zusammen mit den Kita-Kindern einen gesunden Obstsalat zubereitet. Ganz nebenbei haben die Kinder dabei einiges herausgefunden: Dass es manche Obstsorten zum Beispiel nur das ganze Jahr über im Supermarkt gibt, weil sie von ganz weit her kommen. Das ist zwar lecker, durch den langen Transport, vielleicht sogar im Flugzeug, aber nicht so gut für Umwelt und Klima. Vorschulkind Katharina (6 Jahre) wundert sich: „Es gibt sogar Birnen aus Neuseeland, dabei wachsen die doch hier auch!“ Gemeinsam mit ihrer Kitagruppe und dem Bürgermeister hat sie auch erkundet, wohin das Wasser nach dem Händewaschen verschwindet. Und sie hatten Glück: Da der Bürgermeister hauptberuflich beim azv arbeitet, durften die Kinder sogar einen Blick in das örtliche Pumpwerk werfen. Von hier aus wird das Abwasser über den großen Sammlerkanal zum Klärwerk Hetlingen geleitet.


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  • Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Rosenthal erkunden die Kinder den Weg zum Pumpwerk Seeth-Ekholt – erst auf der Karte, anschließend zu Fuß.
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  • Spannend: Im Pumpwerk wird das Wasser aus Seeth-Ekholt gesammelt und anschließend zum Klärwerk Hetlingen geleitet.
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  • Im Einsatz an der Minikläranlage: die Kita-Kinder aus Seeth-Ekholt und Beate Raudies, Landtagsabgeordnete aus Elmshorn.
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