Klärschlamm: ein wichtiger Energieträger

Zu sehen ist der Blick über die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Lkw-Halle auf einen der grünen Faulbehälter. Auf der Plattform oben auf dem Faulbehälter sind zwei Mitarbeiter bei der Arbeit zu sehen
Erneuerbare Energien im Klärwerk Hetlingen: In den grünen Faultürmen entsteht Klärgas und auf einem Dach ist eine Photovoltaikanlage angebracht. ©azv Südholstein/Reh

Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum CO2-neutralen Klärwerk ist der Einsatz erneuerbarer Energien. Die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist mit einem hohen CO2-Ausstoß verbunden. Die Strom- und Wärmeproduktion aus eigenen, regenerativen Energiequellen ist somit ein unmittelbarer Beitrag zum Klimaschutz.

Oft als Abfallprodukt unterschätzt, ist Klärschlamm in Wahrheit ein wichtiger Energieträger. Bei der Schlammfaulung entsteht Klärgas. Dieses wandeln wir in unserem betriebseigenen Blockheizkraftwerk (BHKW) in Strom und Wärme um. Eine thermische Nachnutzung macht selbst überschüssige Restwärme für die Gebäudeheizung auf dem Hetlinger Werksgelände nutzbar. Zusätzlich tragen zwei Photovoltaikanlagen zur ressourcenschonenden und klimaneutralen Stromproduktion bei.

Schon heute produziert der azv mehr als 70 Prozent des elekrischen Energiebedarfs der Klärwerks Hetlingen selbst. Das reduziert langfristig unsere Energiekosten und schont die Finanzhaushalte unserer Mitgliedsgemeinden.

Wir kaufen Ökostrom

Auch beim Zukauf von Strom setzen wir auf erneuerbare Energiequellen. Seit Anfang des Jahres 2016 werden die Anlagen in Hetlingen und sämtliche Pumpwerke im Verbandsgebiet mit Ökostrom versorgt. In den Verträgen ist festgelegt, dass der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen und in Anlagen produziert werden muss, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzen.