Für einen guten Zustand der Gewässer in Europa

Gewässer machen nicht an Grenzen halt. Sind Flüsse, Seen, Bäche oder Grundwasserreservoirs mit schädlichen Stoffen belastet, so hat das Auswirkungen im gesamten Einzugsgebiet dieser Gewässer. Im Jahr 2000 ist deshalb die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in Kraft getreten. Ihr Ziel ist es, europaweit für einen guten ökologischen Zustand von Oberflächengewässern, Grundwasserreservoirs und Küstengewässern zu sorgen.

Natürliche Gewässer erhalten oder wiederherstellen

Zu sehen ist ein Wasserfläche, gerahmt von Bäumen, die sich zusammen mit den Wolken am Himmel im Wasser spiegeln. Auch im Vordergrund ragen Büsche und Äste ins Bild, das Ganze sieht sehr idyllisch aus.
©azv Südholstein/Keller

Das Leitbild der Wasserrahmenrichtlinie ist der Zustand der Gewässer, den sie ohne menschliche Einwirkung hätten: die natürliche Vielfalt, die natürliche Wasserqualität sowie die natürliche Gestalt und Wasserführung. Die Wasserrahmenrichtlinie gibt ein Verschlechterungsverbot, die Renaturierung von Gewässern und die Verminderung von Nähr- und Schadstoffeinträgen vor.  Die Gewässer werden dabei stets in ihrem natürlichen Zusammenhang betrachtet: Die nach Wasserrahmenrichtlinie erstellten Managementpläne, Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenkataloge müssen sich jeweils auf das komplette Einzugsgebiet der Fließgewässer beziehen.

In Deutschland ist die Wasserrahmenrichtlinie rechtlich in das deutsche Wasserhaushaltsgesetz sowie in die Landeswassergesetze integriert. In Schleswig-Holstein gibt es zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie drei Flussgebietsbeiräte und insgesamt 34 Bearbeitungsgebietsverbände, zu denen sich die Wasser- und Bodenverbände zusammengeschlossen haben. Die Verbände bilden Arbeitsgruppen.

Das Einzugsgebiet des Flusses Krückau und damit das des Klärwerks Hetlingen gehört zur Flussgebietseinheit Elbe und zum Bearbeitungsgebietsverband Krückau. Federführend ist der Gewässerverband Krückau.

Europäische Wasserrahmenrichtlinie - Richtlinie 2000/60/EG

Internetseite zur Wasserrahmenrichtlinie des Landes Schleswig-Holstein

Gewässerschutz ist unser Unternehmenszweck

Abwasserreinigung ist eine der Maßnahmen im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie. Für den azv Südholstein ist Gewässerschutz die wichtigste Aufgabe und Daseinsberechtigung.

Das gereinigte Abwasser aus dem Klärwerk Hetlingen und aus der Kläranlage Glückstadt wird in die Elbe eingeleitet. Aus der Kläranlage Lentföhrden gelangt das Wasser in den Bach Dreckau, anschließend in die Ohlau. Das geklärte Abwasser von Helgoland fließt direkt in die Nordsee. Um diese Gewässer zu schützen haben wir die Verantwortung, das Wasser so sauber wie möglich einzuleiten. Die nehmen wir ernst: Der gute Zustand der Flüsse im Einzugsgebiet ist mit ein Verdienst des azv Südholstein.

Auch über unsere unmittelbare Verpflichtung hinaus engagieren wir uns für einen guten Zustand der Gewässer und ihrer Umgebung: So unterstützte der azv Südholstein im Rahmen der Umweltbildung das Auwaldprojekt, eine Schüleraktion zur Aufforstung der Flussauen entlang der Krückau. Die neuen Bäume wurden teilweise auf Ausgleichsflächen des azv Südholstein bei Langeln gepflanzt.

Internetseite zur Auwaldpflanzung an der Krückau des Landes Schleswig-Holstein